Markup Languages

Erstellt: 03.06.2005 | Aktualisiert: 02.07.2005

Markup Languages heisst zu deutsch so viel wie “Textauszeichnungssprachen”. Markup Languages strukturieren ein Dokument nach logischen Bestandteilen (Ãœberschriften, Absätze, Tabellen, Listen oder auch Grafiken). Bekannteste Markup Language ist sicherlich HTML, das oft (fälschlicherweise) als Programmier- oder Seitenbeschreibungssprache bezeichnet wird.

Die Metasprache SGML

SGML oder Standard Generalized Markup Language ist eine Metasprache und bildet die Basis aller Auszeichnungssprachen. HTML ist eine direkte Anwendung von SGML, bei XML handelt es sich um eine Untergruppe.

sgml.gif

Die Idee die hinter der Entwicklung von SGML steckte, war die Definition einer Metasprache, die die logische Struktur von Texten genauer beschreiben konnte. Mit SGML lässt sich definieren, welche Auszeichnungen in einem bestimmten Dokument verwendet werden. Mit Hilfe dieser Definition werden dann “gültige” Dokumente erstellt. Wichtig ist dabei die strikte Trennung von Struktur und Darstellungsform. Die Idee von SGML beruht im wesentlichen auf dem Konzept des “generic coding“.

HTML verliert Strukturierung

HTML 2.0 wurde zwar konsequent nach SGML-Standard entwickelt und 1995 als offizieller Sprachstandard verabschiedet. Leider war es zu diesem Zeitpunkt aber bereits wieder “veraltetet” bzw. Browserhersteller hatten bereits das Einbinden von Frames oder die Verwendung von Javascript erlaubt, was in HTML 2.0 nicht spezifiert war.

Es folgten zwar weitere Versionen, doch HTML entfernte sich immer mehr von der Grundidee der Textauszeichnungssprache. Mit der Einführung von Elementen und Attributen zur optischen Darstellung, wurde es immer mehr zur Präsentation und Formatierung von Internetseiten “missbraucht”. Dies hatte zur Folge, dass die weder die Plattformunabhängigkeit noch die Zugänglichkeit gewährleistet waren. Mit der Verabschiedung von HTML 4.0 durch das W3C wurde diesem Umstand zwar Rechnung getragen und die Sprache in zwei Versionen als “Transitional” (ganzer Sprachumfang) und “Strict” (Gewisse Elemente und Attribute verboten) neu definiert. Mit der Entwicklung von CSS und XHTML wird dieser Weg bzw. Rückbesinnung auf die Grundidee von Markup Languages weiter vorangetrieben.

XHTML auf Basis von XML

1996 machte man sich daran eine vereinfachte Version von SGML zu entwickeln. Vorrangiges Ziel war auf selten benutzt Funktionen zu verichten, ohne die Leistungsfähigkeit von SGML einzuschränken. Diese neue Version ist heute unter dem Namen XML bekannt. XML ist ebenfalls eine Metasprache, eine Art Teilmenge von SGML.

XHTML ist nicht etwa eine direkte Ableitung von HTML, sondern – wie es die Bezeichnung vermuten lässt – eine Reformulierung von HTML 4 auf Basis von XML. In der praktischen Anwendung unterscheidet sich XHTML nur geringfügig von HTML (HTML vs. XHTML), hat jedoch den entscheidenen Vorteil, dass es alle Vorteile von XML übernommen hat, gleichzeitig aber die Abwärts-Kompatibilität garantiert und bei zukünftigen Standards “gültig” bleiben wird.

Weblinks

http://de.wikipedia.org/wiki/Kategorie:Beschreibungssprachen
http://jendryschik.de/wsdev/einfuehrung/websprachen