WWW: Past, Present and Future

Erstellt: 19.04.2006 | Aktualisiert: 28.09.2006

Meilensteine aus der Geschichte des Internet und aktuelle Tendenzen im Bereich der Webentwicklung.

Geschichte des Internet

Das Internet ist bereits in den 60er Jahren im militärischen Umfeld in den USA entstanden. Die Idee war ein dezentrales, ausfallsicheres Netzwerk zu schaffen, um militärische Daten zu schützen. Dieses militärische Netz, das sogenannte ARPA-NET, wurde später dazu verwendet, Forschungsinstitute von Universitäten untereinander zu verbinden.

Man entschied sich im Jahre 1982 alle Systeme des Arpa-Net auf das mitte der 70er Jahre entwickelte Datenprotokoll TCP/IP umzustellen, um die Datenübertragung nach einem standardisiertes Schema abzuwickeln. Diese Zerlegung von Kommunikationen in kleine Datenpakete, die, mit Ziel- und Absenderadresse versehen, “autonom” ihren Weg durch das Netzwerk finden, war Vorraussetzung für die verteilte, dezentrale Architektur des Internet.

Kurz darauf wurde das Domain Name System (DNS) entwickelt, das es erlaubte, miteinander verbundenen Netzen mit Nummern (IP-Adressen) zu bezeichnen bzw. Name-Server in IP-Adressen umzusetzen. Mit erwähnten Entwicklungen setzte sich die Bezeichnung “Internet” durch.

Das WWW entstand 1990 am CERN in Genf. Tim Berners-Lee entwickelte ein Hypertext-System, um Forschungsergebnisse auszutauschen. Mit der Erfindung des Webbrowsers wurde es der breiten Masse ermöglicht, auf das Netz zuzugreifen.

Entwickeln mit Webstandards

Als Webstandards werden im wesentlichen Technologien für das Darstellen webbasierter Inhalte bezeichnet, die vom World Wide Web Consortiums (W3C) emfpohlen werden und zukunftssichere Webinhalte von hoher Gebrauchstauglichkeit (Usability) und Zugänglichkeit (Accessibility) garantieren.

Die populärsten W3C-Webstandards sind die Textauszeichnungssprache XHTML (Extensible Hypertext Markup Language) – eine Neudefinition von HTML (Hypertext Markup Language) auf Basis von XML (Extensible Markup Language) – zur strukturierten Auszeichnung der Inhalte und die Darstellungsprache CSS (Cascading Style Sheet), die das Aussehen einer Website definiert. Diese strikte Trennung zwischen Struktur (XHTML) und Darstellung (CSS) ist Basis bei der Entwicklung mit Webstandards.

Dank der verbesserten CSS-Unterstützung in den Browsern wird dieser Grundsatz von Webentwickler vermehrt berücksichtigt und auch die Resultate lassen sich durchaus sehen. Entsprechende Beispiele können in den Website-Gallerien von Stylegala und CSS-Beauty bestaunt werden. Nicht zu vergessen ist natürlich auch der CSS Zen Garden, bei dem auf eindrückliche Weise die CSS-Gestaltungsmöglichkeiten aufgezeigt werden. Die Gestaltungsprinzipien für Websites haben sich durch den Einsatz von Webstandards gewandelt. Die Seiten werden schlichter gestaltet und ausgefallene Features werden nur noch sehr reduziert eingesetzt (Current Web Style).

Sauber strukturierte und semantisch ausgezeichnete Dokumente lassen sich ohne grossen Aufwand auf andere Ausgabemedien (textbasierte Webbrowser, Mobilgeräte, Screenreader) anpassen. Die uneingeschränkte Zugänglichkeit ist dabei nur einer von vielen Vorteilen, die für die Verwendung von Webstandards spricht. Einfachere Entwicklung und Wartung, schnelleres Anzeigen der Websites und bessere Suchmaschinenergebnisse sind weiter positive Aspekte, die sich daraus ergeben.

Web 2.0

Der Begriff Web 2.0 ist zum Synonym für die Zukunft des Web geworden. Doch was verbirgt sich hinter diesem Begriff?

Der Begriff Web 2.0 wurde insbesondere durch Tim O’Reilly (Chef des gleichnamigen Computerbuchverlags) geprägt und umschreibt die Wandlung des World Wide Web von einer unüberschaubaren Ansammlung von Websites zu einer riesigen Plattform.

Das Netz wird zum Datenverarbeitungssystem, welches durch die Entwicklung und Kombination (mashups) unterschiedlicher Applikationen permanent weiterentwickelt wird. Wichtiges Merkmal ist die direkte und aktive Partizipation aller Nutzer, die sich in den Blogs, den Social Software und der freien Enzyklopedie Wikipedia am auffälligsten manifestiert.

Typische Webapplikationen die zum Web 2.0 gezählt werden:

Über den Begriff Web 2.0 lässt sich natürlich streiten. Allerdings müssen auch die stärksten Kritiker anerkennen, dass sich das WWW im vergangenen Jahr tatsächlich verändert hat. Erwähnt werden muss in diesem Zusammenhang sicherlich auch AJAX (Asynchronous Javascript And XML), eine Technologie, die zwar nicht neu ist, aber erstmals so richtig in Applikationen eingesetzt wurde. Diese Technologie ermöglicht das Anzeigen von zusätzlichen Daten innerhalb einer Website, ohne die diese jeweils neu zu laden.